Belfast

Irland besteht nicht nur aus der Republik, auch Nordirland gehört dazu. Belfast, die Hauptstadt Nordirlands, ist definitiv einen Besuch wert. Zwar sollte man sich immer noch an ein paar grundlegende Regeln halten, doch sind dies die gleichen, die man in jeder Großstadt befolgen sollte. Belfast ist mittlerweile eine recht sichere Stadt und das macht sich langsam auch im Tourismus bemerkbar.

Natürlich gibt es immer noch Zeichen der Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten; und es gibt auch noch die Tore und Mauern, die beide Parteien in der Nacht voneinander trennen. Gepanzerte Polizeifahrzeuge und vergitterte Fenster gehören ebenfalls zum Alltag. Und doch - die Entspannung gegenüber vergangenen Tagen ist spürbar.

Nördlich von Belfast gibt es einen Küstenabschnitt, der sich "Giant's Causeway" nennt. Dieser gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Laut einer irischen Legende hat hier der irische Riese Finn MacCool (Fionn mac Cumhaill) diesen Damm gebaut, um nach Schottland zur Tochter des dortigen Riesen zu gelangen - diese wollte er heiraten. Der schottische Riese schlug ihn allerdings in die Flucht und wollte ihn sogar verfolgen. Doch der Ire ließ sich als Baby verkleiden; der schottische Riese erschrak sich wegen der Größe des Babys und zog sich wieder nach Schottland zurück. Da sage einer, die Iren hätten keine Ideen!

Was ist das Besondere an Giant's Causeway? Seht euch die Bilder unten an, und ihr seht es! Die wissenschaftliche Erklärung: Lava ist sehr langsam abgekühlt, wodurch sich die meist sechseckigen Basaltsäulen mit einer Höhe von bis zu 12m ausgebildet haben. Klingt faszinierend, aber mir persönlich gefällt die Legende doch besser. Insgesamt sind es übrigens ca. 40000 Säulen!

Ganz in der Nähe von Giant's Causeway befindet sich das Dorf Bushmill mit der Brennerei "Bushmills Distillery". Dies ist die älteste registrierte Brennerei der Welt mit etwa 400 Jahren Firmengeschichte! Die Erfahrung der örtlichen Bevölkerung in der Whiskey-Herstellung ist allerdings noch älter ...

Für Irland typisch wird das Malz über einem geschlossenen Feuer getrocknet, so dass der rauchige Geschmack (typisch für Scotch) vermieden wird. Ausserdem wirdUisce Beatha, das "Wasser des Lebens", dreifach gebrannt und anschließend muss es jahrelang in Eichenfässern reifen, die vorher Sherry oder Port enthielten. Das führt zu einem sehr komplexen Aroma und sehr rundem Geschmack.


Bei einer Führung darf jeder Gast am Ende mal probieren, wer möchte, kann sogar ein Whiskey-Tasting mit einem halben Dutzend Sorten durchführen. Junge Studenten dürfen nach dem Tasting die Reste auch gerne austrinken - und wenn die anderen das nicht wollen, auch die der anderen Tasting-Teilnehmer... (die Rückfahrt, die war lustig :-))