Wie läuft das denn ...

... wenn du mit jemandem über Funk sprechen willst?

Wenn ich vom Amateurfunk erzähle, wird mir die Frage gestellt, weil man sich als Amateurfunker das erst mal gar nicht vorstellen kann, wie das abläuft.

Zunächst einmal gibt es für den Amateurfunk klar definierte Frequenzbänder, auf denen wir funken dürfen. Für diese Frequenzbereiche gibt es dann jeweils Empfehlungen, in welcher Betriebsart gefunkt werden soll. So sind zumindest mal Rahmenbedingungen klar, ohne die man sonst nur schwer zusammenfinden würde.

Wenn man nun funken will, kann man sich entweder vorab verabreden und trifft sich zum Gespräch zu einer bestimmten Zeit auf einer bestimmten Frequenz, oder man sucht die Bänder ab, um jemanden zu finden. 
Eine dritte Möglichkeit ist das "CQ"-Rufen: ich suche mir z.B. auf dem 20m-Band einen freien Bereich (um niemand zu stören, der bereits spricht), drücke die Sprechtaste am Mikro und rufe "CQ von DL8CQ". Das Rufzeichen kann man googlen oder auf bestimmten Amateurfunk-Webseiten direkt raussuchen, und dann weiss jeder, der beim "übers Band drehen" mich hört, dass der Martin jemanden zum "Quasseln" sucht. 
So entstehen oftmals neue, nette Kontakte mit Leuten aus aller Welt.

Um Kontakt mit den Bekannten aus dem näheren Umkreis zu halten, verwenden die meisten Funkamateure Funkgeräte, die im UHF/VHF-Bereich senden. Normalerweise hat man dann feste Frequenzen oder gar Relais-Stationen und oft laufen die Funkgeräte zuhause im Empfangsbetrieb, während man irgendwelche andere Dinge macht. So ist man erreichbar oder kann Freunde spontan rufen und erreichen, um miteinander zu reden. Hier wird dann oft gezielt gerufen, also nicht "CQ", sondern zum Beispiel "DL1XYZ von DL8CQ".