05.09.: Mazda-Event am Hockenheimring

Die Zoom-Zoom Xperience ist eine Veranstaltung von Mazda in Zusammenarbeit mit Händlern, um Kunden die neuen Modelle und die Zoom-Zoom-Philosophie näherzubringen. Das Ganze findet auf Rennstrecken statt; man kann sich entweder bei einer einschlägigen deutschen Autozeitschrift zur Auslosung anmelden oder wird von seinem Händler eingeladen.

Letzteres habe ich erfahren, als ich Mitte August plötzlich die Einladung im Briefkasten hatte. Also hurtig die Bestätigung gefaxt und angefangen, die Vorfreude zu genießen!

Am 5. September war es endlich soweit: morgens um acht trafen wir uns am Autohaus Tierhold in Augsburg, um von dort aus gemeinsam zum Hockenheimring zu fahren. Und damit es "nach was ausschaut", bekamen wir kurzerhand "Team-Tierhold"-Jacken geschenkt. :-)
Da Eberhard wollte, dass wir ausgeruht ankommen, fuhren wir in vier Fahrzeugen (ja, Mazdas!) und machten zwischendurch noch einen Verpflegungsstopp. An dieser Stelle nochmal ein Lob für die tolle Organisation! (Ob er auch den Junggesellenabschied organisiert hatte?)

Nachdem wir auf (fast) kürzestem Wege angekommen waren, wurden wir akkreditiert und konnten uns nach einer kleinen Stärkung schon mal die Boxengasse und die Fahrzeuge anschauen. So langsam juckte es manchem in den Fingern... Natürlich wurden die neuen MX-5 (NC Facelift) von uns sehr genau unter die Lupe genommen. So fiel sofort auf, dass zwei der Fahrzeuge ein Automatikgetriebe hatten - was ganz was Neues. Die Diskussionen über Tieferlegung, Klarglasblinker, Gepäckträger, Türverkleidungen, Rücklichter, Chrom, etc. verkürzte uns die Wartezeit auf angenehme Weise.

Die lockere, heitere Begrüßung ging schnell vorüber, wir wurden in Gruppen aufgeteilt und durften als erste Station Slalom fahren - im MX-5!! Eberhard schaute darauf, dass er seine Schäfchen zusammenhielt und so konnten wir mit nur wenigen Nicht-MX-lern den Slalom richtig ausleben. Der Mann mit dem Roller (Pylonenwiederaufsteller) hatte wenig Arbeit und die Zeiten purzelten nur so. Die Zielbremsung war zweitrangig...

Danach ging es zum Dynamiktest und Eco-Drive. Sinn dieser Angelegenheit war es, zum einen die Wirkung des DSC und zum anderen die Start-Stopp-Automatik iStop vorzustellen. Es stank nach Gummi und Kupplung und ging vorüber.

Endlich durften wir wieder in die Boxengasse... mit drei verschiedenen Fahrzeugen sollten wir auf die kleine Runde gehen. (über die Querspange) 
Immer in Gruppen von 4-5 Fahrzeugen folgten wir einem Instruktor, der das Tempo, die Ideallinie und die Bremspunkte vorgab. Die Autos waren immer mit zwei Teilnehmern besetzt, nach ein paar Runden wurde durchgewechselt.

Zusammen mit einem Augsburger nahm ich als erstes im Mazda 3 MPS Platz. Der 2,3l-Turbomotor leistet 260 PS und ordentlich Schub! In den ersten Runden war ich Beifahrer, doch dann wurden in der Boxengasse die Plätze getauscht und man ließ mich hinters Lenkrad... 
Vorneweg fuhr der Instruktor, dann ein weiteres Fahrzeug, dann ich. Hinter uns kam eine Lücke, dann noch zwei Fahrzeuge. Während die ersten zwei Teilnehmer über Funk ein Lob fürs gute Dranbleiben bekamen, arbeiteten eben diese hochkonzentriert daran, dem jeweiligen Vordermann in den Auspuff zu kriechen. Mit Vollgas die Zielgerade runter, auf Höhe der Curbs das Bremspedal ins Bodenblech stanzen, Bremse lösen, einlenken, innen die Begrenzung mitnehmen und wieder Vollgas bis zur nächsten Kurve. Anbremsen, weich einlenken, weich Gas geben, hochschalten, mit viel Gas durch die langgezogene Linkskurve, und wieder die Bremse stempeln bis die automatischen Warnblinker angehen...

So ging das 3 Runden, bis wir wieder in die Box einbogen. Mein Beifahrer konnte es sich gerade noch verkneifen, das Frühstück im Auto zu lassen (ich nenne keine Namen, NA klar!). Nun wurden wir im 3 MPS zu Beifahrern degradiert, denen von einer erfahrenen Pilotin gezeigt wurde, was das Auto WIRKLICH kann. Und während sie gemütlich wie bei einer Tupperparty die Vorzüge des Autos erläuterte, warf sie immer wieder den Anker und gleich darauf das Auto in die Kurve, dass die Reifen nicht um Gnade winselten, sondern schrieen.

Das zweite Auto, das wir selbst fahren durften, war der Mazda 6 Kombi mit Dieselmotor. Der war zwar nicht ganz so agil wie der 3 MPS, aber es war seeehr interessant, was man mit einem Kombi alles anstellen kann. Beim Anbremsen vor den Kurven merkte man allerdings, dass da doch mehr Gewicht schiebt - die Sicherheitsabstände blieben einige Male zusammen mit dem Gummi auf der Strecke. Trotzdem kamen alle wieder heile in der Box an und wir durften umsteigen.

Das letzte Auto war der "normale" Mazda 3 mit dem gleichen Motor wie der 6 Kombi. Sofort merkte man das fehlende Gewicht und die bessere Fahrbarkeit, der kleine ist um einiges spritziger als der große Bruder. Nach weiteren drei Runden, in denen wir ordentlich Bremsen, Gummi und Kupplung beansprucht haben, war der aktive Teil des Tages leider vorbei.
Ich hatte das Glück, nochmal mit anderen im Renntaxi Platz nehmen zu dürfen und konnte ein weiteres Mal sehen, dass es auch Frauen gibt, die Autofahren können ;-) Traudl Klink erläuterte uns nebenher, dass man im normalen Straßenverkehr so nur wenige Kilometer weit kommen würde, weil dann die Reifen am Ende und der Führerschein weg wäre... :-D

Nach einer kleinen Stärkung im Catering-Zelt wurden wir verabschiedet und traten die Heimreise an. Im Stau stehend, mit dem Geruch der Kupplung vom Auto nebenan in der Nase waren die Gedanken immer wieder auf dem Ring... Bremsen, schalten, lenken, Vollgas, durch die Kurve.... hach ja...

Danke Mazda, Danke Autohaus Tierhold! Gerne wieder!