Kurzurlaub in der Schweiz 2007

01.08.: Tag 1

1. August 2007, Kempten im Allgäu: Die Reise beginnt!

Zunächst geht es über Bregenz und Lustenau hinein in die Schweiz. Nun führt mich die Fahrt über den Stosspass zur Schwägalp. Was für ein Ausblick!

Bei diesem tollen Wetter fahre ich nach einer kurzen Pause weiter über Niederurnen nach Linthal. Der nächste Pass ist der Klausenpass! Das Wetter spielt mit und auf 1948m kann man einen tollen Ausblick genießen. Leider auch lange nach einem Parkplatz suchen - alles rappelvoll. Aber kurz nach der Passhöhe findet sich eine Haltebucht und Beute für den Fotoapparat!

Weiter geht es Richtung Andermatt, wo ich übernachten will. Nach Altdorf kurz aufpassen, damit ich nicht auf die mautpflichtige und langweilige Autobahn komme, und schon bin ich auf der Gotthardstraße.

Das Hotel liegt zwar direkt an der Hauptstraße, aber ich bekam ein Zimmer nach hinten raus. Der Ausblick ist, wie ihr sehen könnt, einfach fantastisch. Ein Stadtrundgang zeigt mir, dass ich Glück habe: viele Neubauten bauen sich gegenseitig die Aussicht zu, schade.

02.08.: Tag 2

Nachdem ich mich richtig gut ausgeschlafen habe und mein Sitzfleisch sich regeneriert hat, genieße ich ein tolles Frühstück und packe meine Sachen zur Weiterfahrt.

Pünktlich zu Fahrtbeginn fängt es an zu regnen! Glücklicherweise hört es genauso plötzlich wieder auf, kurz bevor ich meinen ersten Zwischenstopp erreiche: die Oberalpe auf 2044m.

Langsam kommt die Sonne durch, und die morgendlichen Wolken ziehen um die Berge herum. Dazu ein Stausee und viieel Ruhe. Morgens um kurz vor acht sind eben noch nicht viele Touris unterwegs :-)

Das Wetter wird nun immer besser und ich kann offen den nächsten Abschnitt bewältigen: über Disentis, Chur und Tiefencastel geht es zum Julierpass. Bis Chur ist die Strecke recht langweilig, das offene Dach ist das einzig herrliche - da kann der Muldenkipper vor mir nicht ganz mithalten. Leider hab ich den viele Kilometer vor mir, bis ich endlich überholen kann. Von Chur bis Tiefencastel führt die Straße über den Lenzerheide-Pass; lustig zu fahren, leider gibt es einige Baustellen mit Ampelregelung.

Auf der Passhöhe angekommen, ist auch hier erfreulich wenig los, das Wetter ist gut (für den Nachmittag ist Regen vorhergesagt) und ich mache eine kleine Pause.

Über Silvaplana, St. Moritz (jaa, ich war auch da!) und Zernez geht es hoch zum Ofenpass. Hier war schon mehr los, aber ich fand einen guten Parkplatz mit schöner Aussicht.

Die Aussicht auf dem Foto hat mir persönlich gut gefallen; jenseits des linken Bildrands zogen allerdings einige recht dunkle Wolken auf! Also schnell weiter, es gibt noch zwei Pässe, die ich "erfahren" möchte.

Nach ein paar Kilometern mit Dach über dem Kopf klart der Himmel wieder etwas auf und ich kann einen 12-sekündigen Stopp machen...

Die Fahrt führt mich nach St. Maria im Münstertal: Ausgangspunkt des Umbrailpasses. Dies ist ein nicht ganz so bekannter Pass, der direkt an der italienischen Grenze die Passhöhe erreicht und kurz darauf auf die Straße zwischen Bormio und Stilfserjoch trifft. Die Straße ist nicht wirklich breit ausgebaut und ein Stück ist nicht mal geteert. Schlaglöcher gibt es aber keine nennenswerten. Die Streckenführung ist allerdings interessant und kurvenreich - mein Favorit dieses Urlaubs! Die Passhöhe liegt übrigens auf 2505 Metern.

Und da die Passstraße sowieso auf die zum Stilfserjoch mündet, fahre ich da natürlich auch noch hoch. Hoch, das ist bei 2757m. Runter, über die Nordostrampe, wird es aber richtig spannend: 48 Kehren sind es bis hinunter ins Tal.

Der Ausblick und ein sonniges Wetter entschädigen für das strapazierte Sitzfleisch. In einer der ersten Kehren auf dem Weg ins Tal machte ich auf einem Parkplatz halt und knipste einige Bilder.

Nachdem ich unten im Tal angekommen bin, geht es weiter in Richtung Österreich, über den Reschenpass werde ich dort einfallen. Leider fängt es ungefähr zwei Kilometer vor der österreichischen Grenze an zu regnen und hört erst wieder auf, als ich kurz vor Reutte bin. Der einizige Stopp war daher ein Tankstopp.

Nach knapp 800 km bin ich wieder in Kempten. Zuhause angekommen, habe ich kurz das Gepäck ausgeladen und geduscht, um gleich zum MX-5-Stammtisch in Augsburg zu fahren. Da ich das nur als Zwischenstopp zähle, hatte ich somit wohl die längste Anfahrt von allen! :-)